At the Forum of European Minority Regions organised by FUEN (Federal Union of European Nationalities) recently it was interesting to hear from Finland, which has a Swedish minority of around 5% of the population. Trust in them is so big that they even allow them to have a Swedish language regiment in the armed forces. Everybody has to learn Swedish at school. In Estonia on the other hand there is a sizable Russian speaking population of around 22%. Some of them are monoglots, probably mostly for historical reasons, and they even struggle to get access to medical services. They are often also stateless as they have to prove they are able to speak Estonian to get a passport. In light of the Russian war of aggression in Ukraine they are faced with considerable suspicion. While that may be understandable to a certain point I’m not sure if alienating them will turn them into loyal citizens.
Es gibt noch Deutsche in Schlesien
“Warum kommt Ihr uns so selten besuchen”, werde ich von einem รคlteren Herrn nach der deutschsprachigen Messe in Oppeln gefragt. Dann fรผgt er hinzu: “Und wenn mal Leute aus Deutschland kommen, dann haben sie Angst, mit uns zu reden”. Er meint wohl den typisch deutschen vorauseilenden Gehorsam: Wer ehemals Deutsche Orte im heutigen Polen mit ihrem deutschen Namen benennt, der muร die Reichsgrenzen von 1939 wiederhaben wollen und ist damit ein Rechtsradikaler (die Hauptstadt Polens darf man aber Warschau nennen, weil eh keiner weiร, wie sich Warszawa ausspricht). Also am besten gar nicht erst den Anschein erwecken, daร man damit irgendetwas zu tun haben wollte.
Zu meiner Schulzeit in den 1980er Jahren hatten die Landkarten noch eine gestrichelte Linie, dort wo die Ostgrenze Deutschlands vor dem Krieg war. Daneben stand dann in etwa “Unter polnischer bzw. sowjetischer Verwaltung”. Erst vor Kurzem wurde ich mir der Tatsache bewuรt, daร ich ja nur 29 Jahre nach Kriegsende geboren wurde. Nach der Wiedervereinigung wurde die Oder-Neiรe Linie als endรผltige deutsch-polnische Grenze festgelegt. Alles andere macht auch keinen Sinn, denn dort leben ja nun zum ganz groรen Teil Polen.

Dennoch hat es mich sehr รผberrascht bei einem kรผrzlichen Besuch in Schlesien eine beachtliche Anzahl von Deutschen vorzufinden. Die meiรten von Ihnen leben in und um Oppeln in Oberschlesien. Sie haben dort inzwischen eine Bibliothek, ein Museum, einen Kulturverein, eine Wochenzeitung und einen Radiosender. In der deutschsprachigen Messe waren nur ca. 20 Personen, da Schnee lag. Sonst sind es wohl mehr. Besagter Herr erzรคhlte mir, er sei 1938 in Oppeln geboren worden.
Ich war dort auf einer Tagung des Forums der Europรคischen Minderheitenregionen. In diesem Zuge war es mir eine Freude zu erfahren, daร die deutsche Minderheit in Schlesien nicht nur aus Geburtsjahrgรคngen der Vorkriegszeit besteht. Dann hรคtte sie ja keine groรe Zukunft mehr. Sie haben vielmehr auch eine sehr aktive Jugendorganisation und es existieren deutsche Kindergรคrten. Deutsche Gottesdienste gibt es in mehreren Orten, katholisch und evangelisch. Dabei hatte die katholische Kirche in der Vergangenheit auch bestritten, daร es noch Deutsche in Polen gรคbe.
In Deutschland wurde frรผher manchmal sarkastisch รผber jene Aussiedler gesprochen, die nach Deutschland kamen, mit einem polnischen Akzent sprachen und einen polnischen Namen hatten. Man hรถrte dann oft den Spruch: “Die hatten wohl einen deutschen Schรคferhund”. Man muร dabei bedenken, daร der Gebrauch der deutschen Sprache in ehemals deutschen Ostgebieten lange Zeit verboten war. Im รผbrigen Polen war Deutsch zweite Fremdsprache (nach Russisch und noch vor Englisch). Umso mehr fand ich es bemerkenswert, daร es noch (oder wieder) Menschen gibt, die sich zu ihrer deutschen Identitรคt bekennen. In der letzten Volkszรคhlung waren es ca. 150.000. Die Vertretung der deutschen Minderheit geht davon aus, daร es 200.000-300.000 Menschen sind, und viele sich immer noch nicht trauen, sich dazu zu bekennen. In Breslau sollen es ca. 300 Menschen sein, und auch in anderen Stรคdten gibt es deutsche Kulturvereine.

Vรคterlicherseits kommt auch meine Familie aus Schlesien. Ich bin in die Heimatstadt meiner Groรmutter, Habelschwerdt/ Bystrzyca Kลodzka, gefahren und durch die Straรe gelaufen, in der sie gewohnt hat, die Rosengasse (heute ul. Krรณtka). Habelschwerdt liegt sehr malerisch am Hang und hat ein sehr stattliches Rathaus, wie in vielen schlesischen Stรคdten รผblich in der Mitte eines Ringes, des viereckigen Marktplatzes. Renovierungen haben begonnen, viele Hรคuser sind aber noch immer renovierungsbedรผrftig.

In Habelschwerdt gibt es wohl nur noch sehr wenige Deutsche. Wie ist also die grรถรere Anzahl in Oberschlesien zu erklรคren? Man erzรคhlt mir, daร in Oberschlesien auch vor dem Krieg schon eine Mischbevรถlkerung aus Deutschen und Polen bestand. Daher sprachen die meiรten der dortigen Deutschen auch Polnisch oder zumindest “Wasserpolnisch”, eine Art Mischung der beiden Sprachen, die auch heute noch existiert, allerdings mittlerweile einen grรถรeren slawischen Anteil hat. Die kommunistische Regierung in Warschau war der Ansicht, daร man die Oberschlesier leicht zu Polen machen kรถnne, wenn man ihnen den Gebrauch der deutschen Sprache verbietet. Sie wurden nรคmlich als Arbeitskrรคfte gebraucht. Oberschlesien war eines der fรผhrenden Industriegebiete Europas. Die Siedler aus den polnischen Ostgebieten, die nach der Verschiebung Polens nach Westen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten angesiedelt wurden, waren รผberwiegend Bauern und daher fรผr die Industriearbeit ungeeignet.
Einer der Konferenzteilnehmer erzรคhlte mir sogar, daร seine Vorfahren zwar 1945 geflรผchtet waren, aber 1946 zurรผckkamen. Sie waren untergebracht in einer Flรผchtlingsbaracke in Bayern mit einer zweiten Familie in einem Zimmer. Sie hungerten. Per Post erfuhren sie, daร ihr ehemaliges Haus weiterhin unbewohnt war, und daร es dort genug zu essen gab. So kehrten sie schliesslich zurรผck. Aus anderer Quelle weiร ich, daร man auf Flรผchtlinge aus den Ostgebieten oft herabgeschaut hat. Es ist mir schwer begreiflich, daร nicht einmal die eigenen Landsleute mit Liebe und Barmherzigkeit aufgenommen wurden. Dann besteht wohl fรผr Flรผchtlinge von anderen Vรถlkern auch nicht viel Hoffnung, einen warmen Empfang zu bekommen.
Meine Groรmutter, Elisabeth Wolff, geb. Hiller, ist zeitlebens nicht mehr nach Habelschwerdt zurรผckgekehrt. Nach 1990 habe ich ihr angeboten, mit ihr dorthin zu fahren, aber sie wollte nicht. Sie war immer noch traumatisiert. Bisweilen sprach sie von der Flucht, aber als Jugendlicher habe ich leider nicht richtig zugehรถrt. Sie erzรคhlte nur immer wieder die gleichen Geschichten. Es waren zwei oder drei Episoden, die ihr einen grossen Schrecken eingejagt haben muรten. Sie konnte auch zeitlebens kein Essen wegwerfen, egal wie satt sie war. Wahrscheinlich hatte sie Post-Traumatic Stress Disorder und wurde nie dafรผr behandelt. Die Miรhandlungen, denen sie ausgesetzt war, erfolgten vor allem durch Polen. Die Deutschen hatten es ihnen ja vorgemacht. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das aber keine Rechtfertigung. Sonst wรผrde der Kreis der Gewalt ja nie enden. 15 Millionen Deutsche wurden aus ihrer Heimat vertrieben, was wohl die grรถรte Vรถlkervertreibung der Weltgeschichte war, und bei der 2,8 Millionen Menschen ihr Leben verloren, die meiรten nicht auf natรผrliche Weise.
Elisabeth Hiller wurde am 12.1.1913 in Habelschwerdt geboren. Sie hatte 12 Geschwister, von denen eines frรผh verstarb. Sie besuchte dort die Volksschule und ging danach nach Berlin, um dort zu arbeiten. Als die Bomben auf Berlin fielen, kehrte sie zurรผck nach Habelschwerdt, bis sie von dort vertrieben wurde. Ich erinnere noch, daร sie erst lange laufen muรte, weiร aber nicht mehr, ob sie in Glatz oder erst in Breslau in einen Zug steigen konnte. Der Zug fuhr in die britische Besatzungszone, aber als er unterwegs hielt, sah sie ein Schild mit der Aufschrift “Potsdam”. Kurzerhand stieg sie aus und lief mit ihren drei Kindern nach Berlin-Zehlendorf zu ihrem frรผheren Arbeitgeber.
Die ausgehende polnische Regierung der PiS Partei hatte ja anti-Deutsche Sentiments wieder salongfรคhig gemacht und auch den Deutschunterricht fรผr die Deutschen an staatlichen Schulen von drei Stunden pro Woche auf eine Stunde reduziert. Auf der Konferenz berichtete ein Vertreter der neuen Mehrheit im polnischen Parlament, dem Sejm, daร mit der Diskriminierung der Deutschen nun Schluร sei. Das lรครt hoffen. Es bringt รผberhaupt nichts, รผber die Vergangenheit zu lamentieren. Man muร sich ihrer bewuรt sein und dabei in die Zukunft schauen. Ich habe gute polnische Freunde und wรผnsche mir nichts mehr, als daร die deutsch-polnische Freundschaft einmal ebenso sprichwรถrtlich wird wie die deutsch-franzรถsische.
(Ich habe lange รผberlegt, ob ich das Lied hier publizieren sollte. Weite Teile der deutschen Bevรถlkerung sehen das sicher als politisch unkorrekt an. Dem will ich hier aber widersprechen. Es ist eines der Lieder der deutschen Minderheit in Schlesien. Jede Minderheit der Welt hat das Recht auf Ausdruck ihrer Kultur.)
Learning more than one language at a time?
Is it a good idea or even possible to learn more than one language at a time? Normally I’d say it’s probably better to stick with one language project at a time and concentrate all efforts on it. After all it’s about getting across that hurdle where you are an independent user of the language, when you’re able to understand most everyday situations and make yourself understood.
However, there can be reasons for learning more than one language at a time. In my case e.g. I started learning Mandarin during lockdown when online classes became more readily available, but had to abandon it when I caught Covid and was struggling a bit with the effects of long Covid.
Thankfully I recovered and earlier this year was invited to the wedding of one of my Swedish cousins. What a great excuse to learn Swedish! So the wedding happened (they both said “yes”) and then I asked myself which of the two languages to continue with. But it turns out I don’t actually have to choose. I managed to find a sufficiently different pattern of learning for either, which allows me to keep going with both of them. I use a different method for the two languages and have allocated a different time of my day to them.
I listen to the Coffee Break Swedish podcast when I go cycling or walking which I do to exercise on most days. It comes in a free and a paid version (and no, I’m not getting any commission for recommending them). When I make coffee or tea I use the Hello Chinese app to learn Mandarin. I did eventually decide to go for the paid version and it is well worth it. I don’t know why they aren’t better known as I find the app is really very well designed and even includes voice recognition which tells you whether your pronunciation is acceptable or not. It also teaches you to write hanzi (Chinese characters). In my Mandarin class at the Confucius Institute we were just told to learn them ourselves and nothing was even mentioned about stroke order, which contributed to me being a dropout.
To chill I read “Lallans”, a magazine in the Scots language which is issued by the Scots Leid Associe. If my application for funding for a bootcamp is granted that will obviously also help. Last not least, if you read some of my previous posts, yes, I will be going back to learning Fering, the Northern Frisian dialect on the island of Feer/ Fรถhr. But that again will intensify a few weeks before I go.
In summary, as long as you’re clear about when and how you learn the languages on your list, learning more than one at a time is possible. Hello Chinese promise I’ll be fluent in three months if I do 10 minutes a day, which I started on 15/11/23. The best method is the method you stick with. This one feels like a game without being simplistic. That’s why I chose it. I’ll report back on 15/2/24.
What level of support should we afford minority languages? โ Comparing the UK and Germany

Some key messages from my recent talk at the Polyglot Conference in Budapest:
- Recent research found that 90% of young adults in the Outer Hebrides of Scotland support the Gaelic language (good to know given some of the bad vibes on social media).
- Even though the local authority recently took the progressive step of making Gaelic Medium education the default, this is still not sufficient to create active speakers. I have interviewed pupils at the end of their primary school career who are unable to correctly say in Gaelic: “My name is…”. This means more opportunities need to be created to use the language outside of school.
- Ideally intergenerational transmission should be encouraged. Prospective parents need to be made aware that they should learn the language and pass it on to their kids if they want them to fully own it. I have seen non-native speakers do this successfully.
- In Northern Friesland in Germany Frisian is only an ordinary subject in one primary and one secondary school. Everywhere else it is a voluntary afterschool subject which, given the aforementioned, is absolutely pointless. However the regional government are now investing in creating Frisian teaching materials and the Nordfriisk Instituut are campaigning for the language to become an ordinary subject.
- The German constitution states that nobody can be disadvantaged because of their language. Wouldn’t the inability to receive some education in your mother tongue, which is indigenous to Germany, constitute a disadvantage?
- Children have to be educated anyway. School buildings exit and teachers must be paid. If some of them to teach in Frisian the difference in cost will be minimal. Every language provides the chance to explore a different culture and to get a whole new world view. In so far the number of speakers is irrelevant.
Feer Anthem Internet Premiere
The โnational anthemโ of the Northern Frisian island of Feer/ Fรถhr in the local language: Fering, which is part of the Friisk or Northern Frisian family of dialects. This seems to be the first recording of it which is available on the internet. Friisk/ Fering is spoken on Feer by around 2000 people alongside German, Platt (low German) and Danish.
Feer is totally flat and this video was recorded in the Scottish Highlands.
Languages give you the keys to the town
You learn the big languages of this world to communicate with a large number of people. But every language gives you a whole new world view and the opportunity to explore a whole new culture with its literature, music and song. I always learn at least a few words of the local language wherever I go and would encourage you to do the same as it makes people open up. Languages give you the keys to the town!
Premiere of a new arrangement of ancient Ossianic ballads
Ossian (Gaelic Oisin) is the Irish warrior-poet of the Fenian cycle of hero tales about Fionn MacCumhaill (Finn MacCool) and his war band, the Fianna รireann. Iain รg รle (John Francis Campbell) collected many of them orally in Scotland and from manuscripts in the 19th century, published in Leabhar na Fรจinne. They include ballads which have recently been set to a new arrangement (An Lร , BBC ALBA, 25/09/23).
Five Russian Orthodox Choruses
Almost 1000 Choir of the Earth members recorded their voices at home during the pandemic and they were mixed together to create this amazing piece of work in which I had the privilege to participate.
The pieces are in Church Slavonic (the liturgical language of the Russian Orthodox Church):
- โCome, Let us Worshipโ by Rachmaninoff
- โRejoice O Virginโ by Rachmaninoff
- โGlory to The Fatherโ by Golovanov
- โWe hymn Theeโ by Chesnokov
- A new arrangement of โLet My Prayer Ariseโ (also by Chesnokov) written specially for us by Richard Gowers.
World’s Only Gaelic Gospel Choir “Soisgeul”
“Lร n Mholadh” better known as “Total Praise”, translated into Gaelic and performed by the world’s only Gaelic Gospel Choir. (BBC ALBA)
Members come from all over Scotland and the choir meets in various locations on an irregular basis.
Wildlife Rangers Put Their Lives At Risk
A female wildlife ranger from Zambia and marine ranger from Mozambique tell me about their challenges on World Ranger Day (An Lร , BBC ALBA, 1/8/23).






